Aus 50 Jahren Clubgeschichte
Ende 1968 wurde im Wohnbezirksausschuss der Ortsteile Wilhelmshagen, Rahnsdorf und Hessenwinkel beschlossen, die bereits vorhandene Volkssportgemeinschaft Rahnsdorf um die Sektion Tennis zu erweitern. Initiiert wurde dies durch Frau Pauly, die zu dieser Zeit im WBA für die sportlichen Aktivitäten verantwortlich war. Zur Auswahl standen die Sportarten Volleyball und Tennis. Aus rein praktischen Erwägungen heraus entschied sich Frau Pauly dann für Tennis. Da noch unklar war, wie viele Interessenten es im Umfeld geben würde, ging sie davon aus, dass man leichter Tennis zu zweit als Volleyball in der Mannschaft spielen könne. Somit haben wir dieser praktischen Überlegung die Gründung des Vereins im Juni 1969 zu verdanken.
Beim Bau der damaligen Sportanlage, deren Mittelpunkt der Fußballplatz war, wurde bereits Ende der fünfziger Jahre ein einzelner Tennisplatz ohne Umzäunung angelegt. Diesen Platz nutzte bis 1969 die Sektion Angeln für ihr Training des Zielangelns. Der Tennisplatz wurde dann von den ersten Mitgliedern, zu denen beispielsweise die Sportfreunde Claire, Dr. Pauly, Jürgen Duda u.a. zählten, eingezäunt, damit die Bälle nicht zu weit weg fliegen. Dazu wurden alte, ausrangierte Fischernetze von Fischern aus dem Dorf besorgt und angebaut.
Die weiteren drei Plätze und die Trainingswand wurden erst in den darauffolgenden Jahren angelegt und auch die Fischernetze konnten dann durch Zäune ersetzt werden. Als Club- und Umkleideräume wurden Räumlichkeiten der Fußballer genutzt, bei denen wir sozusagen zur Untermiete untergebracht waren.
1975 lagen dann die Pläne für das eigene Tennisclubhaus vor und nachdem die Fördergelder des Sportstättenverbandes genehmigt waren und die Mitglieder ihre Bereitschaft erklärt hatten, dafür Sorge zu tragen, dass der entsprechende Eigenanteil erbracht wird, ging es los und unser schönes großes Clubhaus, in dem wir in den vielen Jahren zahlreiche schöne Stunden verbracht haben, wurde in Angriff genommen.
Schon 1976 konnte dann die Einweihung gefeiert werden. Seit dieser Zeit wird mit viel Engagement das Haus gehegt und gepflegt, denn öffentliche Gelder stehen nur in begrenztem Maß zur Verfügung, so dass die Hilfe jedes Einzelnen umso wichtiger geworden ist.
Auf Initiative der Sportfreunde Heiner Brauner und Wolfgang Güttler wurden 1974 Kontakte zu einem Tennisclub im tschechischen Turnov geknüpft. Niemand wagte damals daran zu denken, dass aus diesen ersten Kontakten eine mehr als dreißigjährige Sportfreundschaft entsteht, die bis heute, wenn auch nicht mehr so intensiv, aber trotzdem regelmäßig praktiziert wird. Jedes Jahr seit 1974 besuchten sich unsere Clubs abwechselnd in Turnov und Berlin um gemeinsam Tennis zu spielen, Land und Leute zu entdecken und private Freundschaften zu pflegen. Die sportlichen Erfolge, die uns im direkten Vergleich nur selten vergönnt waren, standen nie im Vordergrund. Der gemeinsame Spaß am Tennisspielen, das voneinander Lernen und die über Grenzen hinaus verbindenden Freundschaften waren ausschlaggebend für diese außergewöhnliche Entwicklung der beiden Clubs, die sogar die Wende fast schadlos überstanden und trotz aller damit verbundenen Probleme den Kontakt weiter aufrecht erhalten hat. Es gibt sogar Sportfreunde, die seit der ersten Stunde dabei waren und über diese Zeit viel zu erzählen haben …
Außerdem ist die Geschichte unseres Vereins seit 1969 fast lückenlos in Fotos dokumentiert, die es sich lohnt einmal durchzublättern.